12. Wasserkreislauf

Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um folgende Vorgänge in der Natur: aus den Wolken fällt Niederschlag (N) zur Erdoberfläche. Ein Teil des Niederschlages fließt als Oberflächenwasser (oberirdischer Abfluss Ao) in das Meer. Ein Teil des Niederschlages versickert in den Boden und fließt als Grundwasser (unterirdischer Abfluss Au) ebenfalls ins Meer. Ein Teil des Niederschlages verdunstet direkt an der Erdoberfläche und über Wasserflächen. Ein weiterer Teil wird durch Pflanzen verdunstet (Verdunstung V). Das verdunstete Wasser wird zunächst im gasförmigen Zustand als unsichtbarer "Dampf" durch Luftströmungen über weite Stecken fortgetrieben, verdichtet sich durch sinkende Lufttemperaturen zu Wolken und kehrt als Niederschlag wieder zur Erde zurück.

Nur ein Bruchteil der Niederschlagsmenge N versickert bis zum Grundwasser. Man nennt diesen Vorgang auch Grundwasserneubildung oder -ergänzung. Die Verdunstung mindert sowohl den oberirdischen als auch den unterirdischen Abfluss. Für die Nutzung des Wassers als Trinkwasser stehen nur Teile der im Wasserkreislauf anfallenden Abflussmengen Ao und Au zur Verfügung.

Zur Ermittlung der für die Wasserentnahme verfügbaren Abflussmengen Ao und Au ist es notwendig, anhand einer Wasserbilanz die "Einnahmen und Ausgaben" des Wasserkreislaufes darzustellen.