17. Filtration

    Einteilung der Filter:
  1. Nach Filtergeschwindigkeit: Langsamfilter, Schnellfilter
  2. Nach dem Druck: offene Filter, geschlossene (Druck) Filter
  3. Nach Schichtaufbau: Einschichtfilter, Mehrschichtfilter
  4. Nach Fließrichtung: Abstromfilter, Aufstromfilter
  5. Nach Wasserspiegelhöhenlage: Naßfilter (Überstau), Trockenfilter
  6. Nach Rückspülung: rückspülbare u. nichtrückspülbare Filter
  7. Nach Betriebsweise: Ein- und Mehrstufenfilter

Mit Hilfe der Filtration können auch sehr feine Schwebstoffe aus dem Wasser entfernt werden. Die dabei im Filterbett ablaufenden Auswirkungen beruhen u.a. auf Raumfiltration und biologischen/ chemischen Vorgängen.

 

a) Schnellfilter

Schnellfilter können als offene oder geschlossene Filter ausgeführt werden. Die Filtergeschwindigkeit liegt meist zwischen 5 m/h und 15 m/h. Sie sollten grundsätzlich als Raumfilter wirken. Die mikrobiologische Wirkung ist wesentlich geringer als bei Langsamfilter, sie kann aber durch geeignete Zusätze verbessert werden. Durch Verteilung und entsprechende Ausbildung des Filterbodens muss eine gleichmäßige Verteilung des aufzubereitenden Wassers auf die ganze Filterfläche, wie auch die Verteilung der Spülluft und des Spülwassers erreicht werden.

Üblich ist der Einbau von Düsenboden aus Stahlbeton mit Düsen aus Kunststoff, Keramik oder Porzellan mit 70 - 90 Düsen je m2 Filterfläche. Längere Betriebszeit bedeutet infolge Adsorption rascher Anstieg des Filterwiderstandes. Die Rückspülung erfolgt mit Luft, Wasser-Luft-Gemisch und Wasser.
Um den Austrag des Filtermaterials bei der Luftspülung zu vermeiden, ist es zweckmäßig, den Wasserstand im Filter zuerst einige Zentimeter abzusenken.

 

b) Kohlensäure

Jedes in der Natur vorkommende Wasser hat einen Gehalt an gebundener, halbgebundener sowie freier Kohlensäure.

Die Entsäuerung eines Wassers hat den Sinn, die überschüßige freie Kohlensäure auszuscheiden und das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht herzustellen. Überschüßig ist der Teil der freien Kohlensäure, der die zugehörige CO2 überschreitet. Dieser Teil greift Eisen und Kalk (Beton) und auch andere Werkstoffe an und verhindert die Bildung einer Rostschutzschicht.

 

c) Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht (KKG)

Das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht eines Wassers ist notwendig, um zu verhindern, dass das Wasser dauernd einen Angriff auf die Eisenteile von z.B. Rohrleitungen ausübt. In einem Gleichgewichtswasser sind pH-Wert, zugehöriges CO2 und die Konzentrationen der Hydrogenkarbonationen und der Calciumionen durch das Gleichgewicht festgelegt und voneinander abhängig.